Hände weg von Kay!

Kay Gätgens ist bis 2023 an die Spitze des Bezirksamtes gewählt. Jetzt will die neue Koalition aus Grünen und CDU den erfolgreichen und beliebten Bezirksamtsleiter abwählen, weil ihnen sein Parteibuch nicht passt. Bisher war es zwischen den Fraktionen Usus, dass neue Bezirkamtsleiter*innen nach einer Ausschreibung in einem transparenten Verfahren unter Beteiligung aller Fraktionen gewählt werden. So war es bei Kay Gätgens: ausgewiesener Verwaltungsexperte, ausgebildeter Stadtplaner und seit 33 Jahren im Bezirk Eimsbüttel aktiv. So war es auch bei seinen Vorgängern. Grün-Schwarz will nun ohne Ausschreibung, ohne Beteiligung der anderen Fraktionen und trotz guter Bilanz des Bezirksamtsleiters eine neue grüne Bezirksamtsleiterin wählen. Wann genau will aber niemand sagen und es wird fast wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Transparenz – im neuen Koalitionsvertrag von Grün-Schwarz ganz groß geschrieben – geht anders, fairer und menschlicher Umgang mit dem jetzigen Bezirksamtsleiter Kay Gätgens auch.

Diese Kritik richtet sich explizit nicht gegen die designierte Bezirksamtsleiterin und ihre fachlichen Fähigkeiten. Auch wenn bisher wenig über ihre Fähigkeiten, aber viel über ihr Parteibuch zu hören war. Die von mir vorgebrachte Kritik richtet sich explizit gegen das gewählte Verfahren von Grün-Schwarz. Auch weil es die neue Bezirksamtsleiteren mit einem Geschmäckle in ihre Amtszeit starten lässt. Das wäre nicht nötig, aber scheint für den raschen Machtwechsel in Eimsbüttel in Kauf genommen zu werden. Das lässt nichts gutes hoffen, für den fairen und konstruktiven Umgang der neuen Koalition mit ihren politischen Gegnern.

Was mich bewegt

Schon seit meiner frühesten Kindheit bin ich sozial aktiv. Zu erst habe ich mich bei der Evangelischen Jugend Preetz engagiert. Zeltlager zu Pfingsten und im Sommer, Kirchentage und das Gefühl, mit einer Gruppe engagierter Menschen Berge versetzen zu können. Später bin ich über den Kreisjugendring Plön zu den Falken und zur Politik gekommen. Mit 17 bin ich in die SPD eingetreten. Schnell habe ich mich auf vielen verschiedenen Ebenen engagiert. Unter anderem war ich für eine kurze Zeit Stadtvertreter meiner Heimatstadt Preetz. Schon damals lag mir das Kommunale, das was das direkte Leben vor Ort betrifft, am Herzen. Zum Studium der Philosophie hat es mich dann aber nach Bonn und Schottland verschlagen, bevor ich für ein weiteres Studium zurück in den Norden nach Hoheluft-West gezogen bin.

Inzwischen lebe ich in Eimsbüttel und fühle mich hier sehr heimisch. Eimsbüttel macht das bunte quirlige Leben auf der Osterstraße und in unseren Parks, die kleinen Läden, Cafés, Kneipen und kulturelle Einrichtungen aus. Mein Anliegen ist, das Eimsbüttel das wir kennen und lieben zu bewahren und mit Ihnen gemeinsam weiterzuentwickeln. Denn Stadt ist nie fertig, Stadt wird von uns allen gemacht. Mir gefällt besonders das Familiäre an Eimsbüttel. Kaum geht man aus der Haustür, läuft man schon einem bekannten Gesicht über den Weg. Eimsbütteler*innen sind freundlich, herzlich und aufgeschlossen und sie lassen sich nicht Bange machen. Wenn politische Rattenfänger Ängste schüren, stehen die Eimsbütteler*innen auf und protestieren. Hier sind wir weltoffen und lassen uns nicht einreden, dass aus Not Geflüchtete eine Gefahr für unser Leben oder unsere Freiheit darstellen. Wir stehen zusammen, gegen Fremdenfeindlichkeit. Und wir achten auf unsere Umwelt. Wir kaufen Bio, und kämpfen dafür, dass sich das alle auch leisten können. Immer weniger Eimsbütteler*innen besitzen ein Auto. Man kommt mit Fahrrad, Bus und Bahn und zu Fuß ja auch gut von hier überall hin.

Lebenswertes Eimsbüttel

Eimsbüttel wächst. Gerade unsere Stadtteile Eimsbüttel und Hoheluft-West sind so attraktiv, dass viele Menschen hier her ziehen aber kaum jemand freiwillig wegzieht. Wir brauchen daher auch hier im Eimsbütteler Kerngebiet neue Wohnungen, damit nicht die Alteingesessenen und die Zuziehenden gegeneinander ausgespielt werden und die Menschen mit dem wenigsten Geld am Ende das Nachsehen haben. Mir ist es wichtig, dass wir das Wachstum gestalten. Es geht darum, vor allem bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und Luxusmodernisierung sowie die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen zu verhindern.

Mir ist es wichtig, dass wir unsere wenigen Grünflächen schützen. Eine Bebauung der öffentlichen Grünanlagen ist mit mir und der SPD nicht zu machen. Und eine wachsende Stadt braucht für die vielen Menschen auch eine mitwachsende Infrastruktur: gute Schulen, ordentlich funktionierender öffentlicher Nahverkehr, gute Fuß- und Radwege, schöne Parks und Spielplätze und eine große Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten. Also alles was man zum Leben braucht. Denn das alles bietet Eimsbüttel. Und mein zentrales Anliegen ist, dafür zu sorgen, dass das so bleibt; und es an der ein oder anderen Stelle noch besser zu machen.

Solidarisches Eimsbüttel

Als Mitglied des Jugendhilfeausschuss sind mir gute Chancen für alle Kinder und Jugendliche ein großes Anliegen. Ich komme selber aus der Jugendarbeit bei der evangelischen Jugend, den Falken und den Jusos. Ich bin aus dieser Arbeit heraus der festen Überzeugung, dass Kinder und Jugendliche am besten selber für ihre eigenen Belange eintreten können und setze mich daher für Beteiligung und Selbstverantwortung bei öffentlichen und freien Trägern sowie in Schulen und nicht zuletzt in politischen Gremien ein.

Für den sozialen Zusammenhalt in unserem Stadtteil ist es aber auch wichtig, dass es Angebote für alle Altersschichten gibt. Gerade das Hamburg-Haus soll noch mehr ein Anlaufpunkt für alle Altersgruppen werden. Auch das Älterwerden muss im Stadtteil möglich sein. Dafür braucht es passende Wohnungen, Hilfsangebote und nachbarschaftliches Engagement. Ich will mich in den nächsten Jahren auch dafür einsetzen, dass Menschen nicht durch absurd steigende Mieten aus Eimsbüttel verdrängt werden und wir solidarisch und rücksichtsvoll miteinander umgehen.